Bahnfahrkarten: Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Schöne Nachrichten für Bahnreisende in Deutschland. Mit den Start-ups Locomore und derschnellzug.de stehen die nächsten Unternehmen in den Startlöchern, um den Wettbewerb mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Ab September 2016 wird Locomore die Strecke Berlin-Stuttgart über Hannover und Frankfurt bedienen. Die Tickets soll es ab 22 € geben. Im Jahr 2017 möchte Locomore dann sein Angebot auch die Strecken Bonn-Berlin und München-Frankfurt ausweiten. Der neue Anbieter derschnellzug.de möchte bereits im März kommenden Jahres losfahren, und zwar auf den Strecken Hamburg-Stuttgart und Aachen Stuttgart.

Das Verkehrsunternehmen Hamburg-Köln-Express (HKX) ist bereits seit 2012 tätig. Sein bisheriges Streckennetz Hamburg-Köln wird HKX ab dem 13. Dezember 2015 für einige Linien bis Frankfurt über die Rheinstrecke ausdehnen. Allerdings dünnt das Unternehmen seinen Fahrplan stark aus. HKX wird ab Mitte Dezember nur noch von Donnerstag bis Sonntag verkehren.

DB-Marktmacht ist Hürde für Privatanbieter

Dies wirft ein Licht auf die Herausforderungen, vor denen private Bahnanbieter in Deutschland stehen – und an denen einige bereits gescheitert sind. Da ist zum einen das Streckennetz samt Bahnhöfen, Stellwerken et cetera. Eigentümer ist DB Netz AG und somit der Deutschen Bahn. Sie vermietet als Monopolist ihre Infrastruktur an Mitbewerber zu Preisen, die auch 20 Jahre nach der Bahnreform samt Öffnung des freien Wettbewerbs permanent in der Kritik stehen. Erst im Sommer 2015 forderte die Monopolkommission, ein unabhängiger Beraterkreis der Bundesregierung, die Marktmacht der DB AG zu zerschlagen, indem die Bahnnetz-Infrastruktur in Staatsbesitz zu überführen sei. Doch Bahnchef Grube strebt mit seinem derzeitigen Konzernumbau genau das Gegenteil an: Eine noch engere Verzahnung des Streckennetzes mit dem Gesamtkonzern. Dagegen wehren sich die Privatanbieter.

Nachdem die Bahn AG die Konkurrenz der Privatbusse anfänglich gänzlich unterschätzt hatte, fürchtet sie nun weiteren Wettbewerb auf „ihrer“ Schiene. Auch dagegen gilt es sich nun mit allen Mitteln zu wappnen. Die Buskonkurrenz verhinderte diesen Herbst bereits die bisher fast ritualisierte jährliche Preiserhöhung des Konzerns. Tatsächlich führte die neue Marktsituation sogar zu einem Preissturz. Aktuell bietet die Deutsche Bahn auf der Strecke Hamburg-München ein Sparpreis-Ticket für 19 € in der 2. Klasse an. Diese Fahrkarte ist bis einen Tag vor Fahrtantritt erhältlich. Der Normalpreis beträgt 142 €.

Zudem haben viele privaten Bahngesellschaften Schwierigkeiten, Waggons zu beschaffen. Die Deutsche Bahn beispielsweise verschrottet ihre ausrangierten Wagen häufig lieber, als diese privaten Konkurrenten zu überlassen. So sind gebrauchte Eisenbahnwaggons in Europa inzwischen rar – und teuer. Der Konkurrenzkampf auf dem deutschen und europäischen Verkehrsmarkt wird derzeit in erster Linie über das Preisargument ausgetragen. Dabei fordern die Kunden gleichzeitig ein diversifiziertes und qualitativ hochwertiges Angebot, aus dem sie individualisiert und Wettbewerber-übergreifend wählen können. Der Gegenwind für die Deutsche Bahn verschärft sich.

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