Hotels mit Geschichte buchen

Nicht jede Geschäftsreise geht gleich nach New York mit Übernachtung im Tophotel. Eigentlich sind es die wenigsten - die meisten Reisen buchen wir in die verschiedensten Regionen Deutschlands. Grund genug, uns hier einmal die Hotels näher anzuschauen!

Wir speisen und übernachten in der „Post“, der „Krone“, der „Linde“ oder im „Adler“. Auch „Stern“, „Löwe“, „Rabe“ oder „Bär“ sind traditionelle, weit verbreitete Hotel- und Gasthausnamen. Doch woher stammen diese Namen? Wir haben mal für Sie nachgeschaut.

Laut einer Erhebung des Hotelportals Trivago ist „zur Post“ der verbreitetste Hotelname in Deutschland. Wirtshäuser, Pensionen und Hotels dieses Namens entstanden meist in, an oder aus historischen Poststationen. 1490 gründeten die Brüder Franz und Janetto von Taxis das mitteleuropäische Postwesen im Auftrag von Kaiser Maximilian I. neu. Die gut organisierte römische Staatspost (cursus publicus) war etwa 1.000 Jahre zuvor verschwunden. Ab dem 16. Jahrhundert baute man das Postsystem in Europa engmaschig aus. Daraus resultieren heute auch die vielen Hotels und Wirtshäuser in Dörfern und kleinen Städten, die sich mit ihrem Namen auf die Post beziehen. Übrigens lagen die Poststationen früher häufig vor den Stadttoren, um Reiter und Gespanne auch nachts losschicken zu können.

Die „Krone“ ist nach Angaben Hotelportal der zweithäufigste deutsche Hotelname. Während Hotels „zur Post“ und – auch weit verbreitet – „zur Linde“ über ganz Deutschland verteilt sind, findet sich der Hotel- und Gasthausname „Krone“ überwiegend in Baden-Württemberg – wie auch die Namen „Adler“, „Engel“ oder „Hirsch“. Über das Warum rätseln die Wirtshaus-Namensforscher. Einer der bekanntesten von ihnen, der emeritierte Freiburger Germanistik-Professor Konrad Kunze, vertritt die These, viele heutige Hotel- und Gasthausnamen seien Überbleibsel aus dem Mittelalter. Damals besaß jedes Haus einen Namen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts habe sich die Hausnummer von der Rheinregion aus allmählich in Deutschland durchgesetzt. Nur Gasthäuser, Unterkünfte und Apotheken hätten ihre Hausnamen samt Schildern behalten.

Wirtshausnamen haben laut Professor Kunze häufig biblische Bezüge, weil deren Betreiber meist kirchliche Einrichtungen waren. Dazu gehörten Hospize und (Kloster-)Herbergen mit Verpflegung auf Pilgerwegen. Die Namen „Engel“, „Paradies“, „Mohren“ oder „drei Könige“ beziehen sich deutlich auf die heilige Schrift. Der „Rabe“ hat sehr sicher christliche Wurzeln, da der Vogel auf vielen Gemälden den Einsiedlern Paulus und Antonius ein Doppelbrötchen zuträgt.

Bei den „Drei Kronen“ ist der Bibelbezug auch recht klar. Die einzelne „Krone“ könnte ebenso auch auf jeweils regierende adelige Dynastien zurück zu führen sein. „Adler“, „Bär“ und „Löwe“ stehen in ihrer Symbolsprache häufig auch für weltliche Kraft und Edelmut. Und schließlich noch der „Stern“. Wer hier an den von Bethlehem denkt, liegt nach Wirtshausnamensforscher-Meinung vermutlich daneben: Der sechszackige Stern war einst Zeichen für frisches Bier im Ausschank.

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